DAS NEUE MARIINSKIJ-THEATER

Dominique Perrault

TERMINE:

Berlin 15.12.03 - 29.01.04 Aedes East, Rosenthaler Str. 40-41, Hackesche Höfe, Berlin

Eröffnung: Montag, 15. Dezember 2003, 18.30 Uhr in Aedes East
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18.30 Uhr, Sa/So 13-17 Uhr

Im Juni dieses Jahres fiel unter Aufmerksamkeit der internationalen Medien die Entscheidung für den Bau der Erweiterung des Mariinsky Theaters in St. Petersburg. Dieses - auch durch seinen Intendanten und Dirigenten Valery Gergiev - weltberühmte Opernhaus wird in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Mariinsky Theaters eine zeitgenössische Erweiterung erhalten, mit zusätzlichen zweitausend Sitzplätzen.

Um die Bedeutung dieses Prestige-Projektes für den Staat zu unterstreichen, wurde zum ersten mal in der neueren Geschichte Russlands ein internationaler, eingeladener Wettbewerb ausgeschrieben.
Aus diesem Wettbewerb, an dem fünf russische und fünf internationale Architekturbüros teilgenommen haben, ist der französische Architekt Dominique Perrault als Gewinner hervorgegangen.

Die Entscheidung der Jury zugunsten des Entwurfs des französischen Architekten Dominique Perrault, der mit der 'Bibliothek National‘ in Paris bereits vor Jahren Eingang in die Weltelite der Architektur gefunden hat, beruhte vor allem auf fünf Kriterien:

  • St. Petersburg, weltberühmt durch seine herausragenden historischen Bauten und seine unvergleichliche Stadtgestalt, erhält mit diesem Entwurf ein architektonisches Zeichen für den Aufbruch der Stadt in ein neues Jahrtausend.
  • Das in sich homogene, amorphe Erscheinungsbild des Gebäudes mit der ‚golden Haut‘ stellt nicht nur ein neues Wahrzeichen der Stadt St. Petersburg dar, sondern bildet auch einen theatralischen Hintergrund für den historischen Bau des bestehenden Mariinsky Theaters.
  • Im städtischen Kontext überzeugt Perrault mit einer teleskopischen Brückenverbindung über den Kanal zwischen Neu-und Altbau, die der bühnentechnischen Abwicklung der beiden Spielorte dient.
  • Der Entwurf entspricht dem Wunsch des Auslobers, nicht nur für das Theaterpublikum, sondern auch für alle Besucher von St. Petersburg einen halböffentlichen, lebendigen Raum zu kreieren, der sich in Form des allen zugänglichen großen und repräsentativen Foyers über mehrere Ebenen erstreckt.
  • Bühne und Auditorium entsprechen im höchsten Maße nicht nur allen technischen Anforderungen, der Entwurf unterstreicht darüber hinaus den festlichen, emotionalen Charakter der Ortes.

Das Projekt befindet sich in der Vorplanung und soll 2008 fertig gestellt werden.

Die Ausstellung zeigt den Entwurf und derzeitigen Stand der Planung in Zeichnungen und Modellen. Die Präsentation wird illustriert durch Videos vom Mariinsky Theater und Valery Gergiev, sowie durch Animationen zum Entwurf des neuen Theaters.

Es erscheint ein Aedes Katalog (€10.-) in englisch und russisch.

   

 

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