EIN ABSOLUT GLÜCKLICHES DORF von Boris Wachtin

Theaterstudio Pjotr Fomenko, Moskau

in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

TERMINE:

Dresden 07.12.03 - 08.12.03 Schloßtheater, Theaterplatz, 01067 Dresden

Regie:      Pjotr Fomenko
Spieldauer: 2 Stunden 40 Minuten

Pjotr Naumowitsch Fomenko ist unlängst 70 Jahre alt geworden. Das scheint absurd, denn seine Theaterwerkstatt, die er nun schon seit 10 Jahren mit seinen Zöglingen in Moskau macht, scheint das jüngste Theater überhaupt zu sein.

Nach der missglückten Perestrojka und dem Zerfall der Sowjetunion, als sich das russische Theater schwer tat, seinen Platz im öffentlichen Leben neu zu bestimmen, da war es Pjotr Fomenko, der sich endlich seinen Traum erfüllte und mit seinen Studenten ein eigenes Theater eröffnete, ein Theater, das sich ausschließlich der Kunst verpflichtet fühlt. Inzwischen gibt es kein renommiertes Theaterfestival, wo die „Fomenki“, wie sie liebevoll genannt werden, nicht aufgetreten sind.

Die Inszenierungen von Fomenkos Ensemble bestechen durch die ungeheuere Musikalität, den unerschöpflichen Phantasiereichtum und die strenge Disziplin des Meisters sowie das Können und den Charme seiner jugendlichen, vor Energie überschäumenden Darsteller.

Die Beschäftigung des Theaterstudios Pjotr Fomenko mit der wenig bekannten Prosa des Leningrader Schriftstellers Boris Wachtin stellt eine Premiere dar. In der Inszenierung von Pjotr Fomenko geht es um Krieg, Frieden, Geburt, Tod und Liebe … Um viel viel Liebe und ganz wenig Hass. Um die Liebe zum Dorf aus der Vorkriegszeit und zu seinen wunderlichen Bewohnern, um die Liebe zu einem Flüsschen, um die Liebe zu Feldern, die von Dorfmädchen gemäht werden, um die Liebe der Lebenden zu den Toten, um die Liebe der Toten zu den Lebenden und letztendlich um die Liebe der Haupthelden der Aufführung, die so gewaltig ist, dass sie die Grenzen des Lebens und des Todes, des Raumes und der Zeit überwindet. Und um Hass – aber höchstens auf die Dummheit der Menschen, die nun schon viele Jahre schreiben und schreiben, sich immer neue Dinge ausdenken und sich dennoch nichts ausgedacht haben, damit kein Blut mehr fließt und die Kriege aufhören.

Die Inszenierung hat den Internationalen Stanislawski-Theater-Preis in der Kategorie „Beste Inszenierung der Saison“ und den Preis der „Goldenen Maske“ für die Beste Kammertheaterinszenierung erhalten.

 

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zu den Beteiligten der Aufführung ...

über das Theaterstudio Pjotr Fomenko ...

 


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