FAMILIENGESCHICHTEN. BELGRAD (MamaPapaSohnHund) von Biljana Srbljanovic

Theater Sowremennik, Moskau

in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

TERMINE:

München 15.02.04 Carl-Orff-Saal
Berlin 18.02.04 - 19.02.04 in Planung

Regie: Nina Tschussowa
keine Pause

Überall lauert Gefahr, auch am Mittagstisch. Der renitente Sohn verweigert die Suppe, der Vater bricht handgreiflich den Widerstand des Sohnes. Nadeshda, ein verängstigtes, stummes Mädchen, das der Familie ins Gehege kommt, wird von der Mutter zum gehorsamen Hündchen domestiziert. Nadeshda winselt und jault, als der Sohn, der die versprochenen Turnschuhe nicht bekommen soll, das Geld vom Vater klaut und die schlafenden Eltern mit Benzin übergießt.

Es sind vier Kinder der Mittelklasse, die mit solchen Familiengeschichten den zermürbten Alltag im postkommunistischen Belgrad reflektieren, auf einem Kinderspielplatz, vor der Trashkulisse der serbischen Vorstadtsiedlung. In improvisierten Szenen geht es immer wieder um Gefahr, Gewalt und Zerstörung, um Eigensinn und Duckmäusertum, um Verrat und Hass auf alles Fremde. Der Krieg ist vorbei, aber er hat sich in die Herzen und Hirne eingenistet. Ein Stück, dessen Schauspieler Erwachsene sind, die Kinder darstellen, die wiederum Erwachsene spielen.

    

zu den Beteiligten der Aufführung ...


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