PLASTILIN von Wassilij Sigarjew

Zentrum für Dramatik und Regie u. d. Ltg. v. A. Kasanzew u. M. Rostschin, Moskau

TERMINE:

Berlin 04.10.03 - 05.10.03 Haus der Berliner Festspiele

Regie: Kirill Serebrennikow

Ein hartes, schwarzes, lakonisches Stück über das kurze Leben eines Jungen am unteren Rand der russischen Gesellschaft. Maxim, fast noch ein Kind, hat keine Chance. Die würdelose Beerdigung des Schulfreundes ist noch das Harmloseste, was der junge Russe in einer Welt aus Nutten, Sadisten und Schmutz erleben muss. PLASTILIN erzählt Maxims Geschichte mit kraftvollen Bildern zwischen Klischee, roher Wirklichkeit und unerreichbarem Traum, geschrieben von dem erst 25- jährigen russischen Autor Wassilij Sigarjew. Die fantasievolle Inszenierung stellt krude Angstszenen neben komische, farcenhafte Situationen. Die Aufführung gilt in Moskau als Geheimtipp und ist doch schon ein absoluter Publikumsrenner.

Das „wie eine Bombe eingeschlagene“ Stück, erhielt sofort den „Antibooker“ und den „Debut-Preis“. Sein Thema ist das moderne Leben. Daher ist auch die Sprache seiner Haupthelden lebendig, energisch, direkt von der Straße, offen und recht unliterarisch. Das Skandalöse der behandelten Mikrothemen wiegt schwerer als die unverhüllte Wahrheit des Lebens, die spürbare Last des Daseins und die reale Gewalt der Welt, die auf die junge Seele ausgeübt wird. Maxim ist „Ein Held unserer Zeit“.

        

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